Historie
Das Haus Hirschengraben 34 hat eine lange Geschichte. Der Hirschengraben war Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Der Name stammt von den Hirschen, die in seinem Graben umherliefen.
Der Brunnen im historischen Keller geht sogar bis ins 12. Jahrhundert zurück, also gab es sicher einen mittelalterlichen Vorgängerbau, wahrscheinlich einen Gutshof. Früher hiess das Haus einmal Florhof, benannt nach den Garnen und Seilen, die dort hergestellt und verarbeitet wurden. Seine Erbauung geht ins Jahr 1700 zurück, als sich in dieser Gegend, knapp ausserhalb der Altstadt, Seilmacher (Seilergraben) und Färber (Florhof) befanden. Färben war ein geruchsintensives Handwerk, das wurde meistens nicht in direkter Nachbarschaft zu Wohnhäusern gemacht. Und um Seile herzustellen, benötigte man lange Gräben oder Gassen, daher wurde dieses Handwerk oft in die Nähe der Stadtmauern und Gräben verlegt.
Das Ensemble Hirschengraben 34 präsentiert sich heute mit einem wunderschönen Innengarten, dem historischen Brunnen und dem Kutscherhaus, in dem früher Pferdefuhrwerke untergebracht waren und das inzwischen in ein Restaurant (Chiffon) umgebaut wurde.
Im historischen Kellerraum wurden bei den jüngsten Renovationen Holzpfeiler in das Jahr 1700 datiert.
Seit über 100 Jahren befindet sich das Haus in Privatbesitz einer Zürcher Familie. Nach einem über 30-jährigen Dornröschenschlaf mit wechselnden farbenprächtigen Mietern wurde das Haus in den vergangenen Jahren aufwändig und denkmalpflegerisch korrekt renoviert und um ein Bistro im ehemaligen Kutscherhaus erweitert. Der schöne Hirschengraben bleibt im Familienbesitz.
Viele Fotos von diesem und anderen Gebäuden rund um den Hirschengraben findet man auf dieser Webseite:
https://www.alt-zueri.ch/turicum/strassen/h/hirschengraben/hirschengraben.html














